Betrachtung Nr. 57

Betrachtung Nr. 57

Gedicht für Christian Morgenstern

vom 19. Oktober 2019

Es enstand, nachdem ich das Büchlein „Christian Morgenstern – Wer vom Ziel nicht weiß“ gelesen hatte.

Morgenstern, Du, Morgenstern,
wie hab ich Dich so seltsam gern?
Du rührst mein Herz in allen Ecken,
ich fühle schon, zu welchen Zwecken.
Nur der Verstand kanns nicht erfassen,
und auch das Denken noch nicht lassen.

Morgenstern, Du, Morgenstern,
wie hab ich Dich so seltsam gern?
Durch Deine Worte fühl‘ ich Tiefe,
als ob Mutter Natur mich riefe.
Fühl‘ Leben in und um mich fließen,
und wie ein Blumengarten sprießen.

Morgenstern, Du Morgenstern,
wie hab ich Dich so seltsam gern?
Mir ist, als ob ich aufwärts schwebe,
als ob die Poesie mich hebe,
in Spären, die noch unbekannt,
in fernes, lichtes, freies Land.

Morgenstern, Du, Morgenstern,
wie hab ich Dich so seltsam gern?
Was Du mit Worten kannst beschreiben,
wird zart in meinem Herzen bleiben
und wie ein Samen einst zum Triebe,
so wird mein Herz zu purer Liebe.

Morgenstern, ach, Morgenstern,
ich habe Dich ganz seltsam gern!

Barbara Regenbogenfrau © 2019